bigi's Ratschläge

Gastbeitrag: Anregung zur Achtsamkeit / Atelier Yogart

Anregung zur Achtsamkeit Kennst du das Gefühl der Angst vor dem Versagen? Die Gedanken von Unsicherheit und Zweifel über deine eigene Arbeit? Musst du dein Projekt in kürzester Zeit und unter viel Druck erledigen und erntest bei der Präsentation nur Kritik? Oder unterdrückst du diese Art von Gefühlen, weil es keinen Platz dafür gibt?

meditation hori

Wir heissen Sandrine Grossenbacher vom Atelier Yogart in Zürich herzlich willkommen auf dem bigi.blog.

Sie beschreibt welche positiven Auswirkungen Yoga, Meditation und Achtsamkeit bei Euch im Studium und im Berufsalltag haben können.

Viel Spass, lasst Euch überzeugen!

Anregung zur Achtsamkeit

Kennst du das Gefühl der Angst vor dem Versagen?

Die Gedanken von
Unsicherheit und Zweifel über deine eigene Arbeit?

Musst du dein Projekt in
kürzester Zeit und unter viel Druck erledigen und erntest bei der Präsentation
nur Kritik?

Oder unterdrückst du diese Art von Gefühlen, weil es keinen Platz
dafür gibt?

Unser Alltag ist hektisch, vollgepackt mit Arbeit und vielen Ablenkungen. Wir
sind gestresst, angespannt, unausgeglichen, unkonzentriert, nehmen Dinge persönlich und können unsere Gedanken kaum zur Ruhe bringen.

Über die Gefahr von Überarbeitung, Burn-out und Ängsten wird in der Ausbildung
oder in der Berufswelt kaum gesprochen, und doch ist sie Realität.

Yoga und Meditation können helfen, trotz intensiver Arbeit gesund und bei
sich selbst zu bleiben.

In diesen kleinen Momenten der Stille kommen die Gedanken zur Ruhe, können wir unseren Körper wahrnehmen, Achtsamkeit gegenüber uns und unseren Mitmenschen entwickeln sowie Raum für
Kreativität
schaffen.

Selber habe ich den Master in Architektur an der ETH Zürich absolviert.
Während des Studiums funktionierte ich wie ein Roboter – dabei hatten
solche Gedanken wie zu Beginn beschrieben keinen Platz.

Erst nach dem Studium im Berufsalltag hatte ich mehr Freiräume und konnte mich so regelmässiger und intensiver der Yogapraxis zuwenden. Ich nahm den
positiven Effekt von Yoga auf meinen Körper und Geist wahr und wurde
achtsamer und bewusster mir selbst gegenüber.

So habe ich durch die Yogapraxis gemerkt, was mir im Leben wichtig ist und was nicht.

Solche Prozesse der Reflexion und Selbsterkenntnis setzen eine Eigenwahrnehmung und ein Bewusstsein sich selber gegenüber voraus. Der Übertrag in sein Leben und die Veränderungen der eigenen Gewohnheiten und Mechanismen kann jedoch nur stattfinden, wenn nach der Erkenntnis eine Handlung in diese Richtung stattfindet. Dies benötigt Mut.

Meine Erkenntnis war, dass ich eine Arbeit verrichtete die mir nicht gut tat.
Schlussendlich habe ich die Ausbildung zur Yogalehrerin sowie zur
Maltherapeutin gemacht.

Heute führe ich mein eigenes Atelier Yogart, in dem ich Yoga unterrichte und ein Angebot für das Malen und Gestalten mit Kindern und Erwachsenen anbiete.

Teilzeit bin ich noch als Architektin tätig.
Mein Alltag sieht genauso zeitintensiv aus wie während des Architekturstudiums, doch durch die tägliche Yogapraxis und Meditation kann ich Energie tanken, meinen Körper fit halten und ich bin mir meinen Gedanken und Gefühlen bewusster.

Yoga hilft, die psychische und körperliche Gesundheit zu fördern und dem Stress gegenüber resilient zu bleiben.

Die Aspekte des Yogas die geschult werden sind allumfassend: Körperwahrnehmung und Körperhaltung, die Atmung als Bindeglied zwischen Körper und Geist, die Sinne und Gefühle,
der Fokus auf das Hier und Jetzt, die Disziplin und Ethik, Affirmationen sowie
die Stärkung der Konzentration.

Yoga ist als Werkzeug zu verstehen, durch das wir in unterschiedlichen Schritten zu mehr Achtsamkeit und einer
erhöhten Selbstwahrnehmung gelangen.

Je früher wir mit einer auf uns selbst abgestimmten Yogapraxis beginnen,
desto besser – wir alle können wunderbar von einer regelmässigen
Yogapraxis profitieren.

Dabei ist der Besuch einer professionellen Yogaklasse sehr zu empfehlen, da die Lehrperson die Körperhaltungen korrigieren und eine Verletzungsgefahr verhindern kann.

Zudem sollte es nicht das Ziel sein, möglichst viel und leistungsorientiert Yoga zu praktizieren sowie die ausgefallensten Asanas (Körperhaltungen) stundenlang zu halten.

Vielmehr ist es wertvoll, ein gesundes Mass zu halten und die Erkenntnisse der Praxis auch fern von der Matte in das alltägliche Leben zu integrieren sowie freundlicher und mitfühlender sich selbst und anderen gegenüber zu werden.

Somit ist Yoga vor allem eine körperliche wie auch geistige Haltung, die sich durch
konstantes Üben in unserem Leben manifestieren kann.

Bereits täglich sich 10 Minuten Zeit für eine individuelle Yogapraxis zu
nehmen ist super, um Kraft zu tanken. Am besten ist es, zur gleichen Zeit und
am selben Ort zu praktizieren damit es zur täglichen Routine werden kann.

Während der Asanapraxis und der Meditation werden wie bereits erwähnt
Körper und Geist beobachtet, die Bewegungen mit der Atmung verbunden
und die Konzentration geschult.

Dieses Beobachten und Wahrnehmen ist bereits eine Kultivierung von Achtsamkeit, die in den Alltag übertragen
werden kann. So bemerkst du trotz Stress auf einmal:

Wie ist meine Körperhaltung?

Wie ist meine Atmung?

Richte ich mehrere Tätigkeiten auf
einmal aus?

Lenkt mich das Handy ab?

Es sind Momente im Alltag, über die
wir uns plötzlich durch die Yogapraxis bewusst werden. Wir lernen dann in
solchen Momenten die Körperhaltung aufzurichten, bewusst tief zu atmen
oder sich auf eine Sache zu fokussieren und diese in voller Achtsamkeit
auszuführen.

Mit Yoga gelangst du zur mehr Balance und kannst dein wahres Potential
ausschöpfen
.

Geduld gehört jedoch genauso dazu wie die Disziplin zu praktizieren.

Der Mensch ist ständig in einem Entwicklungsprozess und daher
ist Yoga als Aufgabe für das Leben zu verstehen.

 

bigi: Gab es einen genauen Moment, oder eine genaue Situation im Studium oder im Beruf, wo Du gedacht hast: „So kann es nicht weitergehen. Jetzt brauche ich Yoga!“ ?

Sandrine: Im Studium hatte ich dies nie. Im Berufsleben gab es Situationen, wo ich Yoga benötigte und es mir half, mich wieder zu zentrieren.

 

bigi: Welche Vorteile haben Architekturstudenten/inen, wenn sie schon ab dem ersten Semester regelmässig Yoga betreiben?

Sandrine: Sie können aus sich heraus Energie schöpfen, den Körper stärken. Die Körperhaltung wird verbessert. Dies führt zu mehr Kraft, Beweglichkeit. Durch die Entwicklung von Achtsamkeit wird die Konzentrationsfähigkeit erhöht. Sie lernen das Leben in der Gegenwart und entwickeln Entspannung und Gelassenheit.

 

bigi: Wieviele Minuten Yoga pro Tag oder Woche könnten schon ausreichen, um Unterschiede zu bemerken.

Sandrine: Täglich 10-15 Minuten Meditation helfen, Gedanken zur Ruhe zu bringen und Energie zu tanken. Am besten ist es zur selben Zeit und am selben Ort zu praktizieren. Nach ca. 3 Monaten sollte ein Unterschied spürbar werden.

 

bigi: Angenommen Du kannst die Sandrine (Dich selbst) aus dem ersten Semester treffen und darfst ihr nur einen Tipp geben, um das Architekturstudium oder den Berufseinstieg besser, stressfreier, angenehmer zu meistern. Welchen Tipp gibst Du ihr?

Sandrine: Nehme dir täglich ein paar Minute Zeit um zu meditieren und Inne zu halten und lasse es zum täglichen Ritual werden.

Vielen Dank Sandrine für diesen Beitrag und weiterhin Viel Erfolg!

 

cobra

logo yogart

Sandrine bezieht sich auf viele Themen, die sich mit unseren bisherigen Artikeln decken.

Hier habt Ihr einen kurzen Index.

Angst, Unsicherheit, Zweifel, Kritik
Wie gehe ich am besten mit Kritik um?

Zeitdruck, Ablenkungen, Gedankenchaos
Zeitmanagement 2 / Zeit verschwenden

Negative Gefühle unterdrücken, Selbstreflexion, Selbsterkenntnis, Achtsamkeit
Jammern gefährdet Ihre Gesundheit
Die subtile Art des darauf Sch*ens
Emotionale Intelligenz

Freundlichkeit und Mitgefühl
Wie man Freunde gewinnt

Denkt daran, mit nur 10-15 Minuten am Tag könnt Ihr schon einiges erreichen.

Wie Ihr zu diesen 10-15 Minuten kommt erklären wir Euch in der Beitragsreihe

Zeitmanagement im Architekturstudium

Bis bald

Eure bigi’s

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Für Euch Architekturstudenten gibt’s die Publikation

Die Führungskompetenzen des Architekten*

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