bigi's Literaturempfehlung

The Subtle Art of Not Giving a Fuck / Mark Manson

Wir vergeuden unsere Aufmerksamkeit! Dies führt zu Konzentrationsmangel und Ineffizienz im Architekturstudium, im Beruf als Architekt, und vor allem im Privatleben. Wir sollten uns nicht ein Leben ohne Probleme wünschen sondern ein Leben mit besseren Problemen. Wir sollten mehr Fehler begehen und scheitern, um uns weiterzuentwickeln. Und nicht ständig einfache Aufgaben suchen.

The Subtle Art of Not Giving a Fuck hier auf englisch erhältlich*

Die subtile Kunst des Darauf Scheissens hier auf deutsch erhältlich*

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Für eilige Leser:

Lest dieses Buch!

Kümmert Euch nicht um unnötiges Zeug!

Erlaubt Euch zwischendurch unglücklich, gelangweilt, nicht speziell zu sein und Unrecht zu haben.

Zwingt Euch nicht ständig dazu glücklich zu sein und recht zu haben.

Wir werden alle irgendwann sterben. Bis dahin steht uns eine gewisse Menge an Aufmerksamkeit zur Verfügung.

Wir können diese in für uns relevante Sachen investieren, um ein angenehmes Leben zu geniessen. Oder sie in ein Haufen unnötige Sachen verschwenden und uns selbständig ins Elend begeben.

Für Leser, die unsere Beitragsreihe Zeitmanagement lesen, und immer Zeit haben:

Wieso sollten Architekturstudenten dieses Buch lesen?

Hier ein Themenauszug, der Euch interessieren könnte, sollte, dürfte, müsste…

Warnung

Für uns Europäer stehen vor allem in den ersten Seiten zu viele Fucks/Scheiss. Zu Beginn kann es lustig sein, aber irgendwann ist es banal.

Wenn diese Seiten erst mal überstanden sind, geht es richtig los mit interessanten Prinzipien, die zum Nachdenken und zu einer gesunden Selbstreflexion führen.

Mark Manson ist “nur” ein Blogger und kein Schriftsteller, daher ist dieses Buch kein literarisches Meisterwerk wie z.B. Der Alchemist von Paolo Coelho.

Es ist eher ein Meisterwerk im Ar%#$tritte verpassen und wachrütteln.
Er überhäuft uns nicht mit Lösungen für unsere Probleme. Er spornt uns an, umzudenken, unsere Sorgen über alles und alle zu hinterfragen und unsere Probleme selbst anzugehen anstatt zu jammern.

Wie der Alchemist lässt es sich schnell lesen. Legt aber auch dieses Buch zwischendurch hin. Reflektiert anhand der Prinzipien über Euch selbst und wendet die beschriebenen Denkmuster im Alltag an.

Ein “gutes” Leben

Der Schlüssel zu einem guten Leben ist nicht sich für viele gute Dinge zu interessieren, sondern sich für weniger zu interessieren, nur für relevantes und unmittelbares.
Ihr dürft Euch gerne fragen, wieso Euch überhaupt unser bigi.blog interessieren soll.

Wenn für Euch die Themen Zeitmanagement, Kritikfähigkeit, Führungskompetenzen, Taschengeld, Portfolios, Kündigung, Studium-Abbruch, Selbstüberschätzung nicht relevant sind, müsst Ihr unsere Beiträge nicht lesen.

Auf die gleiche Weise könnt Ihr Eure Entwürfe angehen:

Verfolgt 1-2 Ideen oder Konzepte, arbeitet mit einer Referenz, besprecht eure Ideen mit dem Assistenten und höchstens 1-2 Mitstudenten.

Holt Euch nicht zu viele Inputs aus unzähligen schönen Projekten auf Pinterest, vergleicht Eure Konzepte nicht mit jedem Studenten in der Klasse.

Eure Projekte sollen Euch und höchstens dem Notengeber passen. Macht Euch keine Sorgen über die Meinungen aller Gastkritiker, Professoren, Studenten, die die Endpräsentation besuchen werden.

Fehler

Akzeptiert Eure Fehler, gebt sie zu und analysiert diese. Es ist viel angenehmer und Ihr lernt daraus.

Richtig mühsam ist es hingegen, Fehler nicht zuzugeben, immer Recht haben zu wollen, dafür ständig Argumente suchen und Diskussionen führen.

Im besten Fall gibt Euch der Gesprächspartner Recht. Nicht weil Ihr ihn überzeugt habt, sondern weil er keine Lust mehr hat mit Euch zu sprechen.

Scheitern

Ihr könnt nur dort etwas lernen, euch weiterentwickeln und erfolgreich sein, wo Ihr bereit seid zu scheitern.

Wie wählt Ihr die Professuren?

Professur A bietet eine Entwurfsaufgabe bei der am Ende nebst den Plänen, realistische Visualisierungen und ein Gipsmodell abgegeben werden sollen.

Aber ihr seid noch nicht so fit im Visualisieren. Ihr habt noch nie mit Programmen wie Cinema4d oder Rhino gearbeitet. Ihr habt noch nie ein Gipsmodell gebaut.

Es laufen Gerüchte, dass bei dieser Professur ständig geschuftet wird und Freizeit kein Thema ist. Im letzten Semester sind bei der Professur A zwei Studenten durchgefallen.

Professur B ist richtig chillig, und die Ansprüche an Visualisierungen und Modellen ist nicht so hoch. Eine realistische Visualisierung ist nicht explizit verlangt. Wer hier studiert geht  immer früher nach Hause.

Wählt Professur A!
Ihr werdet Euch entwurfs-technisch und organisatorisch weiterentwickeln.

Bei der Stellensuche nach dem Studium könnt Ihr im Portfolio nicht nur tolle Renderings und Modelle vorweisen, sondern vor allem die Kompetenz komplexe und herausfordernde Aufgaben zu meistern.

Wenn jemand durchfällt, liegt es selten am Schwierigkeitsgrad der Semesteraufgabe sondern eher an der Haltung, Organisation, Ablenkung, jammern anstatt handeln.

Studiert nicht mit der Angst durchzufallen. Auch wir bigi’s sind hie und da in Semestern oder bei Prüfungen durchgefallen. Die Konsequenzen sind vernachlässigbar.

Das Studium ist kein Wettrennen um eine kurze Studienzeit und Bestnoten.

Mit unseren Tipps und Selbstdisziplin schläft Ihr sowieso jede Nacht und habt genug Freizeit.

Geniesst das Leben und scheitert!

Kontrolle

Ihr kontrolliert nicht, was Euch zustösst aber wie Ihr darauf reagiert.

Habt Ihr viele Aufgaben bekommen, oder müsst Ihr das Entwurfsprojekt von Neuem beginnen? Habt Ihr keine Zeit mehr für Euer Leben?

Jammert, seid gestresst, ärgern Euch und reisst alle Mitmenschen in Euer Elend mit.

Oder Ihr reisst Euch zusammen. Es liegt in Euren Händen trotz einer niederschmetternden Kritik ein überzeugendes Entwurfsprojekt zu erstellen. Ihr könnt Euch organisieren und Hilfe suchen. Sucht Hilfe für das Projekt wie auch für Eure Zeitplanung.

Bleibt locker, Ihr habt alles unter Kontrolle, wenn Ihr wollt.

Verantwortung

Je mehr wir akzeptieren für unsere Probleme verantwortlich zu sein, auch wenn wir nicht daran schuld sind, um so mehr können wir unser Leben beherrschen.

Verantwortung für unsere Probleme anzunehmen ist der erste Schritt sie zu lösen.

Arbeitet Ihr im Team und der andere macht nichts und liefern nur unbrauchbares Zeug?

Es ist Eure Verantwortung dafür zu sorgen, dass Ihr am Ende ein presentables Projekt liefert und kompetent präsentiert.

Leistet nicht weniger, nur weil die anderen im Team nichts machen. Bemüht Euch um das Projekt für Euch selbst.

Habt Ihr viel zu tun? Müsst Ihr gleichzeitig ArchiCAD, Cinema 4D und Photoshop lernen? Müsst Ihr Euer Entwurfsprojekt neu beginnen?

Es ist Eure Verantwortung unsere Beitragsreihe Zeitmanagement zu lesen, Euch zu organisieren und trotzdem Zeit für Familie, Freunde, Hobbies, Nebenjobs zu finden.

Ihr seid für Euch selbst und Euren Zustand verantwortlich egal wer Schuld daran ist, egal wie aufwändig die Projektaufgabe.

Annahmen Hinterfragen

Müssen Architekturstudenten in der Nacht arbeiten?
Nein, müsst Ihr nicht.

Müssen Architekturstudenten auf ihre Hobbies und Freunde verzichten?
Nein, müsst Ihr nicht.

Haben Architekturstudenten keine Zeit für Nebenjobs?
Nein, Ihr habt genug Zeit, wenn Ihr sie nicht verschwendet.

Hinterfragt alle Annahmen und Gerüchte über das Architekturstudium und die Gewohnheiten, wehrt Euch dagegen und sucht Lösungen.

Ihr habt mehr vom Leben, wenn ihr knapp genügende Noten habt, dafür während dem Studium unterschiedliche Nebenjobs absolviert, und Zeit mit Familie und Freunde ausserhalb des Studiums verbringt.

Wir sollten öfter unsere Gedanken und Annahmen hinterfragen.
Wir selbst hinterfragen unsere Artikel in diesem Blog, bei der Ideenfindung, beim Schreiben der Artikel selbst und jedes mal wenn wir sie wieder durchlesen und korrigieren.

Wir bitten sogar Euch Leser, uns regelmässig zu hinterfragen:

hier in den Kommentaren

per e-mail ➡️ askbigiblog@gmail.com

auf facebook und instagram.
Wählt Eure Probleme

Im Studium erfährt Ihr distanziert von der Realität einige Aspekte der Architektur. Ihr entwickelt erste Wunschvorstellungen, wie Eure Karriere aussehen soll:

Ihr plant die schönsten Villen.
Reiche Bauherren stehen an, um mit Euch zu bauen. Studenten stehen an, im bei Euch zu arbeiten.

Ihr seid Architekturprofessoren und macht es besser als Eure aktuellen Professoren.
Ihr plant das spektakulärste Fussballstadion, schönste Museum, eindrücklichste Flughafen und die erste Marsbasis.

Der Pritzker-Preis ist nur eine logische Konsequenz Eures Genies.

Das Leben ist aber kein Rendering!

Es gibt Problem und Konflikte zu lösen, Herausforderungen zu meistern und Wünsche anderer zu erfüllen.

Bevor Ihr aus diesen Wunschvorstellungen und Statussymbolen Eure Ziele macht und Euer Erfolg daran misst, macht Euch folgende Gedanken:

Welche Probleme wollt Ihr täglich angehen und Euch darum bemühen Sie zu lösen?

Welche Wünsche anderer Personen wollt Ihr mit eurer Täglichen Arbeit erfüllen?
Eine Hundehütte, ein Einfamilienhaus, eine Villa, eine Wohnüberbauung, ein Shopping center, Nasszellen einer grösseren Überbauung renovieren?

In welcher Leistungsphase eines Bauprojektes wollt ihr Monate- wenn nicht Jahre-lang Probleme lösen?

Projektentwicklung, Bauherrenberatung, Entwurf, Vorprojekt, Ausführung, Ausschreibung, Bauleitung, Kostenplanung, BIM-Koordination…

Ihr wollt Architekten werden und Eure Projekte planen, bauen und publizieren lassen.

Wollt Ihr auch folgendes?

– Risiken eingehen

– Vorstellungsgespräche und Mitarbeitergespräche führen

– Mitarbeiter kündigen.

– An mehrere Wettbewerbe schuften, ohne je einen zu gewinnen und nichts zu verdienen, bis endliche ein bezahltes Projekt kommt.

– Gebäude planen, die Euch überhaupt nicht gefallen, dessen jedoch Bauherr viel Honorar bringt und eventuell Folgeaufträge.

– Auf der Baustelle  zwischenmenschliche Konflikte lösen, unter Handwerkern unterschiedlicher Unternehmen, Kulturen, Intetessen, die knapp deutsch können.

Wollt Ihr nur den Ruhm oder wollt Ihr wirklich alle Probleme lösen, die zum Ruhm führen?

Strebt nicht nach Ruhm, Bekanntheit, Grösse.

Strebt danach, wichtige Problem zu lösen und schöne Wünsche zu erfüllen.

memento mori
Wir werden alle sterben. Bis dahin steht uns eine limitierte Menge an Aufmerksamkeit zur Verfügung.

Wenn wir unsere Aufmerksamkeit unzähligen Dingen, Menschen, Annahmen, Erwartungen gleichzeitig schenken, ohne zu überlegen, ob sie unsere Aufmerksamkeit überhaupt verdienen und uns wirklich etwas bringen, dann sind wir an ein Haufen unnötiger Probleme ausgeliefert und führen ein elendes Leben als Jammerlappen.

Wer oder Was verdient Eure Aufmerksamkeit solange Ihr lebt?

Lest das Buch

In diesem Beitrag sprechen wir nur ein paar der Themen an. Das Buch bietet viel mehr Stoff, um falsche Annahmen zu hinterfragen und das eigene Leben in die Hand zu nehmen.

Was meint Ihr dazu?

Wieviel Zeit und Nerven verschwendet Ihr mit Sorgen, die sich im Nachhinein als unnötig herausstellen?

Kennt Ihr jemand, der sich zu sehr um alles und jeden kümmert, und ein miserables Leben führt?
Schreibt uns hier in den Kommentaren
oder auf facebook
oder auf instagram
oder via e-mail ➡️ askbtigiblog@gmail.com

Liebe Grüsse

Eure bigi’s

vorherige Buchempfehlung

➡️ How to Win Friends & Influence People / Dale Carnegie*

➡️ Die Führungskompetenzen des Architekten / Raffaele Giovane*

➡️ Jammerrn gefährdet Ihre Gesundheit / Dani Nieth*

➡️ Der Alchemist / Paulo Coelho*

kommende Buchempfehlung/en

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➡️ EN: Emotional Intelligence / Daniel Goleman*

➡️ DE: EQ. Emotionale Intelligenz / Daniel Goleman*

➡️ EN Emotional Intelligence 2.0 / T. Bradberry & J. Greaves*

➡️ DE: Emotionale Intelligenz 2.0 T. Bradberry & J. Greaves*

Wartet nich bis wir einen Beitrag darüber schreiben.

Setzt Euch jetzt schon mit Eurer Emotionalen Intelligenz auseinander.

nnIhr werdet Euch in ein paar Jahren dankbar sein.

 

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